Gemeinschaft ist der Wandel

en de es 
Worte von Eduar Lanchero (gestorben 2012), ehemaliger Visionär und Unterstützer der Friedensgemeinschaft San José de Apartadó in Kolumbien

Eduar Lanchero: “Was ist die Kraft der Gemeinschaft? Der Staat und die Paramilitärs sagen: “Wir haben ihnen so vieles angetan und konnten sie dennoch nicht zerstören.”  Und sie fragen sich weiter: “Was können wir ihnen noch antun?”
Die Mörder sind blind. Sie können nicht erkennen, dass sie uns antun können, was sie wollen, aber s
olange wir den Schmerz in Hoffnung verwandeln, wird es Gemeinschaft geben. Gemeinschaft kann nicht zerstört werden. Und was ist die Hoffnung? Hoffnung ist, wenn wir den Mörder nicht mehr hassen.
Hoffnung ist, wenn wir kollektiv ein neues Leben erbauen.
Hoffnung ist, wenn wir ein neues Leben verwirklichen, heute, wo immer wir sind.
Vor vielen Jahren haben wir darüber gesprochen, die Welt zu verändern. Heute können wir sagen, dass wir die Welt verändert haben, weil wir eine Gemeinschaft gegründet haben und bis heute eine Gemeinschaft geblieben sind.
Es ist unsere Herausforderung, neue Männer und neue Frauen zu werden und reale Alternativen zu schaffen, in denen die Zukunft nicht die ist, die manb uns beigebracht hat, sondern eine, die von uns allen aus dem Herzen erschaffen wurde.
Selbst wenn der Widerstand schwächer wird und viele Menschen müde werden, es liegt an uns allen, uns gegenseitig zu helfen, weiterzumachen, gemeinsam weiterzugehen durch alle Schwierigkeiten hindurch. Das ist die wichtigste Botschaft. Es ist egal, wie viele wir sind. Was zählt, ist, dass wir eine andere Welt wirklich kennen und leben. Und wir können diese andere Welt nicht morgen schaffen. Wir müssen es heute tun!”

In der kolumbianischen Konfliktregion in der nördlichen Provinz Urabá kämpft das Friedensdorf San José de Apartadó mit 1350 EinwohnerInnen gewaltfrei ums Überleben. Seit seiner Gründung am 23. März 1997 wurden mehr als 200 Bauern, Männer, Frauen und Kinder ermordet, zum Teil auf grausame Weise. Am 21./22. Februar, 2005 wurden acht Mitglieder der Friedensgemeinde brutal ermordet, darunter einer der damaligen Leiter – Luis Eduardo Guerra – und drei kleine Kinder. 

Doch die Einwohner der Friedensgemeinde geben nicht auf, im Gegenteil: sie bauen weiter an ihrer Vision für eine Zukunft in Autonomie und Frieden. Sie sind ein Same der Hoffnung für Kolumbien in einer Region, die so heftig umkämpft wird von Militär, Polizei, Paramilitär und Guerrilla. Doch sie brauchen internationalen Schutz. Bitte helfen Sie mit!

Mehr Informationen:

//www.sos-sanjose.org/

www.cdpsanjose.org/

Share your thoughts:

Your email address will not be published. Required fields are marked *