Terra Nova – Projekt für eine freie Erde

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Die gegenwärtige Gesellschaft zerbricht an inneren Widersprüchen, die mit herkömmlichen Mitteln nicht mehr gelöst werden können.

Der Mensch ist ein “Zoon politikon”, ein gesellschaftliches Wesen und unterliegt als solches den Gesetzen der Gesellschaft. Gleichzeitig aber ist er mit seiner leiblichen und seelischen Natur ein Mitglied der Biosphäre und unterliegt als solches den Gesetzen des organischen Lebens. Wenn diese beiden Gesetzestafeln zueinander im Widerspruch stehen, entstehen Krankheit, Kriminalität, Gewalt und Krieg. Heute erleben wir eine planetarische Zuspitzung dieses Widerspruchs. Wir erleben globale Epidemien von Krankheit und Gewalt. Die Menschheit hat sich falsch organisiert. Sie hat eine Lebensform errichtet, die nicht mit den Gesetzen des Lebens übereinstimmt. Wir sind an eine apokalyptische Grenze gestoßen, jenseits derer kein Weiterleben möglich ist. Um die Sackgasse zu überwinden, brauchen wir keine Megastädte und keine billionenschweren Technologien für die Auswanderung zum Mars, (obwohl auch die zu interessanten Resultaten führen könnte), sondern wir brauchen intelligente Konzepte für eine neue Besiedelung des Planeten Erde. Wir brauchen keine Reform, sondern wir brauchen eine neue Richtung der menschlichen Evolution. Wir stehen am Beginn der größten Revolution in der bisherigen Geschichte.
Der neue Weg verlangt die Wiedereinbettung des menschlichen Lebens in die Grundgesetze des Universums und der Erde. Dazu gehören auch ethische, soziale, biotopische Gesetze. Jede Gewalt, die wir den Mitgeschöpfen zufügen, kommt als Krankheit oder Wahnsinn auf uns zurück. Die kommende Zivilisation ist frei von jeder Grausamkeit. Pflanzen und Tiere sind Kooperationspartner in der Evolution unserer Biosphäre, die wir gemeinsam durchlaufen.
Im Projekt Tamera sind wir seit 18 Jahren dabei, diese Gedanken in die Tat umzusetzen. In neuen ökologischen, technologischen und sozialen Forschungsbereichen versuchen wir, unsere menschliche Welt in die übergeordnete Lebenswelt einzuordnen. Vor allem arbeiten wir an Retentionslandschaften für die Heilung des Wassers und an neuen sozialen Systemen für die Heilung der Liebe. Millionen Kinder laufen hilflos und verlassen durch die Welt, weil ihre Eltern im Beziehungsclinch liegen. Unendlich viele menschliche Tragödien gehen auf das Konto unerfüllter Sehnsüchte und mißglückter Liebesbeziehungen. Für die Beendigung des heimlichen Geschlechterkriegs brauchen wir eine neue soziale und ethische Ordnung und eine neue Vision der Liebe. Für die Heilung der Liebe wie für die Heilung des Wassers müssen die bestehenden Kasernenformen überwunden und durch organische Formen ersetzt werden. Die Ökologie des neuen Zeitalters besteht in einer gewaltfreien Kooperation mit der Natur und allen ihren Wesen. Die Technologie der neuen Epoche basiert nicht im Brechen von Widerständen (Explosion), sondern in der Resonanz mit den Kräften der Natur. Das Wasser zeigt eine unglaubliche Kraft der Selbstreinigung, wenn wir es seinen eigenen Strömungsformen überlassen, statt es in künstliche Kanäle einzuzwängen. Die Natur arbeitet mit unerreichten Hochtechnologien in allen Bereichen. Sie enthält immanente Heilungskräfte, mit denen sie auch schwerste Verwüstungen übersteht und heilt. Das gilt für die Heilung des menschlichen Körpers wie für die Heilung der ganzen Biosphäre. Die innere Lebensmacht der Natur zeigte sich in unserem Projekt im südlichen Portugal, wo wir eine erodierte und halbverdurstete Landschaft durch die Anlage von Retentionsteichen in ein Paradies für Pflanzen und Tiere verwandeln konnten. Solche lokalen Heilungsmöglichkeiten werden heute noch durch die Methoden der Globalisierung – oft mit militärischem Einsatz – verhindert. Wir erleben heute einen globalen Krieg zwischen den Kräften des Lebens und den Mächten der Zerstörung. Die Kräfte des Lebens werden siegen, wenn die Friedensarbeiter aller Länder eine konkrete Utopie sehen und wenn die weltweite Empörung verbunden wird mit der großen Konzeption der neuen Erde. Wenn das Leben siegt, kann es keine Verlierer mehr geben.
Hungersnöte und Naturkatastrophen sind fast immer die Folge von menschlicher Fehlwirtschaft, die ihrerseits verursacht wird durch die Politik von Banken, Logen und Konzernen. Deren Zeit aber ist abgelaufen, die Epoche der kapitalistischen Globalisierung kann ohne unvorstellbares Blutvergießen und ohne gigantische Naturzerstörungen nicht weiter fortgesetzt werden, das wissen auch Banken und Konzerne. Ihre Illuminaten sollten sich überlegen, ob sie nicht noch rechtzeitig die Seite wechseln wollen. Die weltweite Suche nach einer Alternative muß jetzt die Gesetze des Lebens einbeziehen und sie muß anerkennen, daß auch Tiere, die für die Schlachtung oder für Pelzmäntel gezüchtet werden, ein Herz und eine Seele haben. Hier liegt der tiefste Systemwechsel: es geht um den Wechsel von einer mörderischen Mechanik zu einer anteilnehmenden Hilfe – und dies nicht nur im Sinne christlicher Nächstenliebe, sondern im Sinne jener kosmischen Ordnung, die wir die “Heilige Matrix” nennen.
Wasser, Nahrung und Energie stehen allen Menschen kostenlos zur Verfügung, wenn sie nach den Gesetzen der Natur produziert werden und nicht nach den Gesetzen des Profits. Die fast unbegrenzten Produktivkräfte der Natur ermöglichen fast unbegrenzte Möglichkeiten der Selbstversorgung. Der Systemwechsel vom Gesetz des Profits zum Gesetz des Lebens ist keine ideologische Frage, sondern eine Frage des kollektiven Überlebens.
Alles Leben und alle natürlichen Lebensgemeinschaften sind nach dem Muster der Heiligen Matrix organisiert. Alle Wesen sind verbunden durch eine innere Matrix, die sich in den menschlichen Beziehungen als Vertrauen, Solidarität und gegenseitige Unterstützung ausdrückt. Auch zwischen Mensch und allen Naturwesen gelten diese inneren Qualitäten. Terra Nova, das Bild der neuen Erde, zeigt eine menschliche Zivilisation, die mit der umgebenden Zivilisation der Naturreiche in einer vertrauensvollen und solidarischen Beziehung steht.
Die Menschenwelt braucht eine neue Information. Sie ist einige Jahrtausende lang gesteuert worden durch die Information von Gewalt und Krieg. Die Völker haben sich gegenseitig verfolgt und umgebracht. Alle heutigen Staaten sind aus einer blutigen Geschichte hervorgegangen. Die dabei erlittenen Leiden sind zu furchtbar, um beschrieben zu werden. Sie wurden von Jahrhundert zu Jahrhundert weitergegeben. Diese diabolische Kette hat fürchterliche Verletzungen im Kollektivkörper der Menschheit hinterlassen. Wir alle leiden an einem menschheitlichen Trauma, das dunkle Bilder und Ängste in unserer Kollektivseele hinterlassen hat. Das Trauma wird sich Generation für Generation so lange wiederholen, bis wir seine Ursachen erkannt und gelöscht haben. Viele Erneuerungsversuche, viele Friedensappelle, viele Alternativprojekte scheitern an der kollektiven Wand, die sich im Laufe einer mehrtausendjährigen Kriegsgeschichte im Inneren der Menschen aufgebaut hat. Es ist die Wand des verschlossenen Herzens. Die Aufgabe der neuen Zentren besteht darin, das historische Trauma zu überwinden, die traumatische Wand (“Körperpanzer”) zu öffnen und das Hologramm der Angst in ein Hologramm des Vertrauens zu verwandeln. Um dies zu schaffen, müssen wir einen globalen Schalter drehen. Der Schalter, der bislang die Information von Gewalt und Krieg aktiviert hat, muß jetzt auf die Information von Vertrauen und Kooperation gedreht werden. Das geschieht nicht allein durch Gebete, sondern durch eine konkrete Planung und Verwirklichung der neuen Welt. Wir müssen die Entscheidung treffen, auf welcher Seite wir stehen. In unseren Häusern und Gärten, unseren Anlagen für Wasser, Energie und Nahrung, unseren Liebesbeziehungen und Partnerschaften, unseren sozialen und politischen Systemen entscheiden wir darüber, welche Information in die Welt geht. Der Aufbau der neuen Zentren ist die kollektive Entscheidung von Menschen, die sich der Situation bewußt sind und deshalb ihren inneren Schalter auf die Richtung des Lebens drehen: das ist die Richtung von Solidarität und Kooperation, Vertrauen und Wahrheit – auch Wahrheit in der Liebe. Wieviel Gewalt und Leid ist allein durch Lüge in der Liebe ausgelöst worden! Es kann in der Welt keinen Frieden geben, solange in der Liebe Krieg ist. Nirgends ist die traumatische Schädigung so stark wie im Bereich von Liebe und Gemeinschaft. Mit dem Verlust der Gemeinschaft ging der Menschheit ihre ethische Quelle verloren. Um ursprüngliche Werte wie Wahrheit, Solidarität und Vertrauen wieder herzustellen, brauchen wir funktionierende Gemeinschaften. Der Aufbau funktionierender Vertrauensgemeinschaften ist eines der höchsten und schwierigsten Ziele der gegenwärtigen Revolution.
Die neue Zivilisation entwickelt sich aus einem Netzwerk neuer Zentren, die alle mit den Gesetzen der universellen Lebensordnung verbunden sind. In dieser Verbindung wirkt die Trägerwelle der “morphogenetischen Feldbildung”. Weil sie alle auf dieselbe Ordnung der Heiligen Matrix bezogen sind, rufen sie aus der kosmischen Datenbank dieselben Informationen ab, die für die Verwirklichung der epochalen Schritte notwendig sind. Sobald das geistige Trägerfeld gesetzt ist, beginnt der morphogenetische Feldprozeß von selbst. Es bildet sich ein neues globales Feld. Es verbreitet sich gleichsam unterirdisch wie das Mycel der Pilze und bringt die neuen Kräfte hervor, die in der Lage sind, Betonplatten zu durchbrechen. Die Folge dieses neuen historischen Vorgangs ist leicht zu sehen: Überall auf der Erde entstehen die neuen Zellen, die Gärten und Retentionslandschaften, die Schulen und Bibliotheken, die Modelluniversitäten und Heilungsbiotope, welche die Botschaft des neuen Lebens verbreiten. Die Menschheit ist “reif” geworden für den Umschlag. Die arabische Revolution ist eine globale Revolution geworden, die ihr großes humanes Ziel gefunden hat. Hier herrscht keine Gewalt, sondern die Solidarität einer neuen planetarischen Gemeinschaft.

Wir arbeiten international am Aufbau globaler Heilungsbiotope. Der “Globale Campus” ist eine internationale Universität mit Stützpunkten in verschiedenen Ländern, wo die Grundgedanken und Ziele unserer Arbeit gelehrt und verwirklicht werden sollen. Im Zentrum der gegenwärtigen Arbeit steht die Friedensschule Tamera im südlichen Portugal. Um die Fortsetzung der Arbeit finanzieren zu können, brauchen wir Sponsoren. Auf eine gute Kooperation!

Im Namen der Wärme für alle Kreatur.
Im Namen aller Kinder dieser Welt.
Im Namen der Liebe.
Danke und Amen.

 

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