Unser Abenteuer ist nicht mehr der Krieg, sondern die Liebe.


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Es wird auf der Erde keinen Frieden geben, solange in der Liebe Krieg ist. Manifest zur Gründung der Globalen Liebesschule

 

Liebe und Sexualität sind ein Politikum. Davor verschließen wir nicht mehr die Augen.
 Liebe ist mehr als ein Gefühl, sie braucht soziale Ge- fäße, wo sie gelebt und verwirklicht werden kann.
Sie braucht eine Ethik, in der wir wahr werden können. Unabhängig von der Frage, wie unser persönliches Leben gerade aussieht, ob wir allein oder in Gemeinschaft leben, ob wir zölibatär oder verheiratet, monogam oder polygam sind: Gemeinsam arbeiten wir an einer Per- spektive für unsere Kinder und die Generationen, die nach uns kommen.
Wir brauchen Antworten im Liebesbereich, damit un- sere Kinder uns wieder vertrauen können und eine Hei- mat finden. Wir brauchen Antworten, die die Lust und die Neugierde in uns und anderen wecken – und die stärker sind als die Angst, an den heißen Punkten in der Liebe noch einmal verletzt zu werden.
Freier Eros und Partnerschaft schließen sich nicht aus, im Gegenteil, sie ergänzen einander.
 Wahrheit in der Liebe ist die Basis für jede dauerhafte Liebesbeziehung.
Die Frage, ob wir monogam leben wollen oder polygam, heterosexuell oder homosexuell, entscheidet sich auf dem Grund unserer inneren Wahrheit.
 Es ist kein Widerspruch, sich nach einem Partner zu sehnen und gleichzeitig nach erotischen Abenteuern. Zum Betrug wird es nur, wenn wir es vor unseren Partnern verschweigen!

Es gibt eine Treue, in der die Zuwendung des Liebespartners zu einem Dritten in uns keine Verlustangst mehr auslöst, sondern Freude und Zuwachs an Eros und Vertrauen.
Mit dieser Erfahrung werden wir eines Tages aufwachen und sagen: Unser Abenteuer ist nicht mehr der Krieg, sondern die Liebe.
 Der Eros ist eine heilige Quelle des Lebens und der Liebe geworden.
Die Sexualität hat ihren Anker wieder in der universellen Ordnung des Lebens.
 Sie ist uns heilig, so heilig wie das Leben selbst.
Aus der Verbindung von Eros und Religion geht eine erotische Kultur hervor, in der Kriege undenkbar werden.
Wir sehen die Möglichkeit, den Geschlechterkampf zu beenden und damit vollkommen neue Formen des Zusammenlebens und neue sozialen Strukturen einzuleiten.
Die Liebe ist die wichtigste Keimkraft für eine neue Friedenskultur – eine Kultur, die nicht auf Verzicht basiert, sondern die Fülle des Lebens bejaht.
Hier liegt ein Ausweg aus der Sackgasse unserer Zeit, der immer deutlicher sichtbar wird: hin zu einer Kultur der Partnerschaft zwischen Mann und Frau.
Keine Mutter wird mehr ihre Söhne in den Krieg schicken. Kein Vater wird mehr sein Leben hingeben müssen, um sein Land zu verteidigen.
Es wird keine Kriegsindustrie und keine Verteidigungs- ministerien mehr geben.
Die Militärbasen verwandeln sich in Friedensuniver- sitäten, in denen der Schutz für diesen Planten geübt und gelernt werden kann.

Liebe und Sexualität sind Basisfächer für jeden erwachenden Menschen, der ein verantwortliches Mitglied in dieser Kultur werden möchte.
Es entstehen LiebhaberInnen und GärtnerInnen einer neuen Erde – Terra Nova –, in der Eros und Dauer in der Liebe wieder eine Chance bekommen.

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