Der Heilige Gral des Mannes ist die Frau

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Sie haben gesucht nach Bundeslade und Heiligem Gral, nach dem Paladin und dem Goldenen Vlies,…

… nach dem Schatz der Nibelungen und dem heiligen Elixier der Alchemisten. Religionen, Staaten, Völker wurden dafür aufgebaut und geopfert. Sie haben es nicht gefunden. Die Geschichte von Troja bis zum Dritten Reich, von den gotischen Kathedralen bis zu den Anbetungen der modernen Industriegesellschaft folgt einer Legende, die nie in Erfüllung geht. Eine universelle Sehnsucht fand keine Erfüllung. Unerfüllte Träume wurden ersetzt durch die Liturgien der Gewalt von Homer bis Hollywood. Man suchte mit Gewalt, was in der Liebe nicht möglich war. Heute sind wir am Wendepunkt. Einlösung, Verwirklichung und Auferstehung liegen nicht in Kriegslist und Kampfeskraft, nicht in religiösem oder politischem Fanatismus, sondern in der unverbrüchlichen Liebe der Geschlechter. Der heilige Gral liegt in der Wiedervereinigung der Geschlechter. Die weibliche und die männliche Hälfte des Menschen, Frau und Mann haben sich über Jahrtausende gesucht und verpasst. Diese beiden Hälften des Menschen müssen wieder zusammenkommen, damit die Welt in Ordnung kommt. So war es gemeint, als sie in den Urschriften dasselbe Wort hatten für Beischlaf und Erkenntnis. Der erkennende Beischlaf, erkennende Liebe, Versöhnung und Heilung aller Zellen, Liebe der Geschlechter, Liebe zu den Kindern, Liebe zu allen Mitgeschöpfen. Künstler sind Menschen, die es intuitiv empfunden haben. Aber die Kunst verfiel derselben Verdrängung, der auch die Wahrheiten von Eros und Religion erlegen sind. Dennoch haben sie bleibende Zeichen hinterlassen. Sie alle, ob Rubens oder Rembrandt oder van Gogh und Gauguin, Toulouse Lautrec oder Modigliani, waren besessen von der Inbrunst des Einen. Sie durften es malen, von Boticelli bis Böcklin oder Lovis Corinth, aber was innerlich rumorte, was sie erträumten und ausschwitzen in heimlichen Phantasien, steht in keinem Werk der Kunstgeschichte. Nur Dantes „Göttliche Komödie“, übersetzt ins 21. Jahrhundert, könnte davon Zeugnis geben. Die Komödie wäre nicht mehr göttlich, sondern diabolisch; es wäre keine Komödie mehr, sondern eine Tragödie, die niemand aushält. Hinter dem „Schweigen der Lämmer“ vollzog sich eine unsägliche Welt.

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 Layout 1“Der Heilige Gral des Mannes ist die Frau” ist der Titel eines Buches mit Texten, Zeichnungen und Gemälden von Tamera Mitbegründer Dieter Duhm, herausgegeben von Madjana Geusen.

ISBN 978-3-927266-21-6, 236 S., 252 4-farb. , 29 s/w Abb. Softcover 21 x 26 cm

 

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