Zur Wintersonnenwende

en de
Die Wintersonnenwende ist eines der heiligsten Sonnenfeiern,
mit einem Ursprung, der weit über die Geschichtsschreibung hinaus geht.

solsticeDie Sonnenwende markiert im Mythos einen Höhe- und Wendepunkt. Als längste Nacht des Jahres wird sie auch als Mutternacht bezeichnet. In dieser Nacht erweckt die Göttin tief im Schoss der bergenden Erde in der Stille der dunkelsten Nacht das wiedergeborene Sonnenkind zu neuem Leben. Diesen Mythos finden wir in allen Kulturen der Welt. Die ursprünglichen Bilder, Mythen und Märchen sind, in Ruhe wahrgenommen, heilsam für unsere Seele.
Seit Jahrtausenden wird zur Sonnenwende die Wiedergeburt des Lichtes gefeiert.
Auf Kreta war es der Mithras-Kult, in Ägypten brachte Isis das Horuskind zur Welt. Auch Dionysos, der im alten Griechenland als Erlöser und Gott der Fruchtbarkeit und des Wachstums galt, wurde in diesem Sinn gefeiert. Im römischen Reich wurde die Wintersonnwende zum römischen Staatsfeiertag ausgerufen, es war der Geburtstag von “Sol invictus” – der unbesiegbaren Sonne. Die Weihnacht, die Nacht der Weihe als Geburtstag des Gottessohnes zur Wintersonnwende, war keine Erfindung des Christentums. Das eigentliche Datum der Geburt Jesu Christi ist weder in der Bibel noch in begleitenden Schriften glaubwürdig belegt. In Deutschland wurde der Weihnachtstag als Geburtstag Christi erst im Jahr 813 offiziell anerkannt. Das sagen wir nicht, um die Weihnacht, die geweihte Nacht zu „entheiligen“, im Gegenteil wir weisen auf die uralten Wurzeln dieses Festes hin, die sich durch keine Kultur zerstören liessen und die weit über das Christentum hinausgehen.
Was feiern wir, jenseits aller Religionen, wenn wir die Wiedergeburt der Sonne und des Lichtes feiern? Die längste und dunkelste Nacht des Jahres birgt für uns die Hoffnung und das Versprechen einer Wiedergeburt, der Wiederkehr des Lebens, auch wenn die Welt draußen in Kälte und Dunkelheit erstarrt zu sein scheint.
Wir zünden die Sonnenwendfeuer, um unsere Bereitschaft zu bekunden, Hebammen und Geburtshelfer zu sein für das Licht einer neuen Kultur. Es ist auch eine Zeit der Selbsterneuerung, und kündet von der Bereitschaft, Altes abzuwerfen und bereit zu sein für die Geburt einer neuen Kultur.
Es ist jetzt die Zeit gekommen, inmitten der scheinbar ewigen Nacht von Krieg, Folter, Grausamkeit und wachsender Naturzerstörung, ein Fest für das Leben abzuhalten. Wir laden die Kräfte, die höher stehen als alle Gewalt, ein, sich in uns zu beheimaten. Wir sprechen das Herz der Menschheit an, wir bitten um Vergebung für alle die Verirrungen des menschlichen Geistes, die zu so viel Elend und Missbrauch führen konnten. Wir hören den Schrei der leidenden Kreatur und zünden das Feuer des Lichtes und rufen in die Stille der Nacht: „ Erwache du Herz der Menschheit, finde zurück zu deinem Ursprung, zu dem, was du bist. Finde zurück zu deinem liebenden Quell, auf dass du liebend werden kannst.“ Wir machen uns in diesem Sinn bereit für die Christusgeburt in uns und in der Welt. Christus, das ist kein persönlicher Gott mehr, auf den wir warten, es ist eine kollektive Kraft, die in uns allen erwachen möchte, ein kollektiver Messias oder eine kollektive marianische Gestalt.

Von niemandem erkannt, von der Kultur geächtet, erblickte der Sohn Gottes das Licht der Welt.
Dennoch richten wir unsere Aufmerksamkeit genau auf diese Kraft, die seit Jahrtausenden immer wieder aufersteht, bis sie als die heilende Kraft von Menschen gesehen, anerkannt und angenommen wird.
„Ich weiß, welchen Unmut ich bei vielen Lesern bewirke, wenn ich von „Christus” spreche, aber ich kenne keine andere Vokabel für das Gemeinte. Gemeint ist nicht der historische Jesus und auch nicht die christliche Kirche, in deren Namen die wahre Christuskraft verfolgt und unterdrückt wurde. Der Christus-Code steckt in allen Menschen, egal welcher Religion und Kultur sie angehören,“ schreibt Dr. Dieter Duhm in seinem neu erschienenen Buch „Terra Nova. Globale Revolution und Heilung der Liebe“. Und weiter führt er aus: „Christus ist eine kosmische Entität, die als hohes archetypisches Bild in der Menschenseele angelegt ist. Wir alle kennen das Bild, wir lieben es, auch wenn wir es abwehren. Die Christusgestalt steht als kosmisches Muster über allen Konfessionen. Sie gehört zum Menschen, nicht zu einer Kirche. Diese Tatsache allein kann die Welt verändern. Sobald es einigen Gruppen gelingt, die innere Christusnatur zu aktivieren, könnte eine morphogenetische Welle ausgelöst werden, die alle erfasst, denn in allen steckt das Christusmuster.“

Wenn wir uns von dieser Christustatsache in aller Stille berühren lassen, und zur Sonnenwende die innere Sonne in uns wach rufen, beginnt eine neuartige Art von Auferstehung. Wir lassen Liebe in uns auferstehen, Hoffnung, Glaube, Kraft, Entschlossenheit. Wir lassen uns nicht länger verwirren davon, dass die Christus-Tatsache von so vielen Kulturen missbraucht wurde. (Bis heute wird das Sonnenwendfeuer von faschistischen Kreisen missbraucht, um das Feuer der Gewalt weiter zu schüren). Wir entziehen unsere Aufmerksamkeit dem Bann des alten Feldes von Krieg und Gewalt. Die tiefste Überlebenskraft brennt im Feuer der Liebe. Wir festigen in uns den Plan, an einer neuen Erde mitzubauen. „Der Plan der Heilungsbiotope folgt dem Ziel, für diesen Christuskern eine gemeinsame soziale Basis zu schaffen. Die neue Zivilisation basiert auf einer „globalen Vernetzung der Christuskerne.“ (aus dem Buch „Terra Nova“)
So wie sich auf das Absterben im Herbst und auf die Kälte des Winters das Frühjahr zeigen wird, in seiner sprengenden Keimkraft des Lebens, so werden wir Zeuge von dem letzten Aufbäumen einer sterbenden Kultur und sprengen, der aufbrechenden Kraft des Frühlings gleich, alle Fesseln der alten Kultur und machen uns bereit für die Geburt eines neuen Zeitalters, der Geburt von „Terra Nova“, einer neuen Erde mit einer neuen Menschheit.

Oh, Bethlehem, du Haus Gottes,
hinter all deinen Kriegsfassaden,
hinter Panzern und versteckten Bomben,
wo selbst auf diejenigen, die sich in deiner Geburtskirche verschanzten, geschossen wurde.
Hinter all dem Morden und Blutvergießen
habe ich doch den Glanz der Hoffnung nicht verloren,
der mich leitet,
und ich bin bereit,
auf diese Stimme in meinem Innern zu horchen
und mich von ihr leiten zu lassen.

Schenke uns Herberge
und lass die Macht der Liebe in uns aufleuchten, so dass sie nimmer erlischt.
(Aus meinem Buch: Grace.Pilgerschaft für eine Zukunft ohne Krieg)

Nach der dunkelsten Nacht wird die Geburt des Lichtes gefeiert. Die Tage werden länger und es darf auf neues Leben gehofft werden. Vor diesem Hintergrund legen wir euch das Buch „Terra Nova“ ans Herz. „Terra Nova“ beschreibt das Bild einer neuen Kultur: eine Erde ohne Gewalt, eine Liebe ohne Lüge, ein Leben ohne Angst. Helft mit, dass sich die Botschaft dieses Buches verbreitet und einen planetarischen Geburtstag erleben kann und somit als leuchtender Stern am Horizont die dunkle Nacht erhellt und Zeugnis gibt von einem neuen Werden.

 

—-

Um die Wintersonnenwende gemeinsam zu feiern, laden wir ein, bis zum 21.12. Fotos vom Sonnenaufgang zu machen und sie an uns zu schicken, entweder per emai ( igp at tamera dot org) oder direkt auf unserer Facebook Seite Terra Nova Movement zu posten! Dankeschön !

Share your thoughts:

Your email address will not be published. Required fields are marked *