Brief an die Terra Nova Aktivisten

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Wir grüßen euch
– von Bolivien bis Äthiopien, von Indien bis nach Kalifornien!

Wir danken euch für die Briefe, Anfragen und Eingaben, die wir von vielen von euch seit Anfang des Jahres erhalten haben. Wir freuen uns über das große Interesse vieler Gruppen, sich fest mit uns und dem globalen Netzwerk zu verbinden und an der Perspektive einer neuen Kultur des Friedens weiterzuarbeiten. Wir wollen dieses Netzwerk in den nächsten Monaten stärken und konsolidieren, so dass die Schule Terra Nova ein verlässlicher Anker für Gemeinschaftsgeist, Vision und Zukunftsperspektive wird. Wir wenden uns an euch mit einigen Gedanken für weitere Zusammenarbeit in diesem Jahr und einer weiteren Studieneinheit – und freuen uns auf eure Rückmeldungen!
Die positive Resonanz, die wir während unserer Veranstaltungstour mit Dieter Duhms neuem Buch „Terra Nova. Globale Revolution und Heilung der Liebe“ im November in ganz Deutschland erlebt haben, das Interesse und die Neugier vieler Menschen, haben uns ermutigt, unsere Arbeit mit noch mehr Entschlossenheit und Willen fortzusetzen. Die meisten inhaltlichen Rückmeldungen zum Buch bestätigen diesen Eindruck. Es ist für uns manchmal kaum zu fassen, dass nach so langer Abwehr von seiten der Öffentlichkeit jetzt eine solche Nachfrage kommt.
Gleichzeitig sehen wir die Ereignisse in der Welt, die Zustände in der Ostukraine oder in den syrischen Flüchtlingslagern, wo unzählige Menschen – die ohnehin schon das Schlimmste erlebt hatten – in diesem harten Winter den Kältetod erleiden.
Die Gedanken zum Aufbau einer neuen Welt, zum Aufbau funktionierender Gemeinschaften, zur Heilung der Liebe, Heilung der Natur und neuen autarken Systemen für Wasser, Energie und Nahrung dürfen nicht mehr nur in kleinen Kreisen bleiben, sondern müssen auf globaler Ebene für all diejenigen bekannt werden, die nach einem Ausweg aus der zivilisatorischen Sackgasse suchen. Wir können die Probleme nicht mehr lokal oder national lösen, sondern brauchen eine neue Grundlage des menschlichen Lebens auf der Erde. Das ist der Grund für die Verbreitung des Buches „Terra Nova“ und den Aufbau der Schule Terra Nova. Sobald eine kritische Masse von Menschen weltweit ein anderes Leben kennt und verwirklicht, könnte es sich sprungartig verbreiten. Die Evolution verläuft nicht linear, sondern in Sprüngen. Wir alle könnten eine Erde ohne Krieg noch zu unseren Lebzeiten erfahren. Es klingt wie ein traum, ist aber machbar, wenn wir es wollen und sehen.
Vor diesem Hintergrund entsteht in Tamera im Moment eine „planetarische Gruppe“ von Menschen, die eine globale Sende- und Empfangsstation für die wachsende planetarische Gemeinschaft von Terra Nova aufbauen. Als Hauptinformationsträger wird die Gruppe das Buch „Terra Nova“ in die Öffentlichkeit bringen und alle offenen Medien, Plattformen und Kanäle zur Verbreitung der Informationen nutzen. Dazu planen wir auch verschiedene weitere Reisen nach Deutschland und im Herbst dann auch mit der englischen Ausgabe eine Veranstaltungsreihe in die USA und nach England voraussichtlich im November. Nächster Termin ist die Leipziger Buchmesse, wo wir vom 12.-15. März einen Stand in Halle 3 – G113 haben werden und alle Menschen aus Leipzig und Umgebung zu einer öffentlichen Veranstaltung im Rahmen von “Leipzig liest!” am Freitag, 13. März um 20:00 uhr in der City Tagung, Brühl 54 / Nikolaistr. 40 einladen.
Wie bereits im letzten Brief erwähnt, sind wir nach der Deutschland-Zour im November in Kontakt mit einer amerikanischen online-Universität gekommen, die uns wunderbare Angebote für die Schule Terra Nova unterbreitet hat. Die Ubiquity-Universität wird Mitte diesen Jahres nach langer Vorbereitungszeit eine umfangreiche Lernplattform im Internet eröffnen, die es uns ermöglicht, ab voraussichtlich Anfang 2016 einen viel intensiveren, verbindlicheren und kreativen Studiengang „Terra Nova“ anzubieten, eine Art „Power-Studium“ für angehende Friedensarbeiterinnen weltweit. Wir senden euch mehr informationen in den kommenden Monaten, je mehr sich die Pläne konkretisieren.

Bis dahin möchten wir euch zu verschiedenen Veranstaltungen einladen, um das Netzwerk zu festigen und die Ausbildung zu vertiefen:
• Sommertreffen der weltweiten Schule Terra Nova
1.-14. August in Tamera, Portugal. Für alle Initiatorinnen, Trägerinnen, Gruppenleiterinnen und Aktivistinnen für Terra Nova. Zwei Wochen für die Vertiefung unserer gemeinsamen geistigen Schau und für die Bearbeitung der brennenden Fragen in den Gruppen und Projekten. Wir wünschen uns, möglichst von jeder aktiven Terra-Nova Gruppe mind. eine oder zwei Trägerinnen dabei zu haben. Teilnahme auf E inladung – bzw. auf Bewerbung!

• Gemeinschaftskurs
17. August – 12. September in Tamera, Portugal. Für alle Menschen, die Gemeinschaften aufbauen (wollen). ein Angebot besonders für alle Gruppe der schule terra nova, mit mehreren Menschen oder auch der ganzen Gruppen nach tamera zu kommen und sich zwischenmenschlich und geistig miteinander zu vertiefen.

Alle Menschen in Österreich und Süddeutschland sind darüber hinaus zu einem Gemeinschaftskurs in Oberleis, Österreich, 2.-5. April, mit Silke Paulick und Simon du Vinage aus Tamera eingeladen. Für Fragen und Anmeldung wendet euch bitte an Rafaela Bachmann: cosmic.home@ gmx.at

Ein weiterer wichtiger Teil unserer Kampagne ist die Verbreitung über Social Media: Für alle, die sie noch nicht kennen – wir haben Kanäle auf Facebook (s//www.facebook.com/ terranovamovement) und twitter (s//twitter.com/TerraNovaRising)! Bitte folgt den Seiten und empfehlt sie euren FreundInnen weiter!
Unter dem Motto #TerraNovaRising werden wir unsere Social-Media-Kanäle in den nächsten Wochen hochfahren und mit vielen interessanten Beiträgen, Bildern, Artikeln und Videos bestücken, unter anderem werden wir auch längere aktuelle Interviews mit Dieter Duhm auf Youtube hochladen. Es lohnt sich, unsere Seiten regelmäßig zu besuchen.
Im die Kampagne zum Erfolg zu bringen, laden wir eure aktive Teilnahme ein: teilt die Beiträge, die euch animieren, mit euren Freundinnen. Nutzt eure Facebookseiten, um Gedanken, Erkenntnisse und Zitate zu veröffentlichen, die euch begeistern. Bitte fügt immer den hashtag #terranovarising bei euren „Posts“ hinzu.
Wir möchten im Laufe der Aktion auch die entstehende planetarische Gemeinschaft für Terra Nova sichtbar machen und alle aktiven Studiengruppen anfragen: Bitte schickt uns ein Foto von eurer Gruppe, auf dem ihr ein Poster hochhaltet, auf dem der hashtag steht: #terranovarising. Wenn ihr wollt, könnt ihr auch einen kurzen text dazuschreiben, zur Frage: Was ist Terra Nova und warum seid ihr Teil der Schule Terra Nova? Wir wollen die Bilder und Texte auf unserer Facebookseite veröffentlichen. Wir freuen uns auf eure einsendungen.
Wir möchten euch in diesem Zusammenhang auch auf das Tamera-Tagebuch hinweisen. Immer wieder fragen uns Menschen, wie das Leben in einem Heilungsbiotop im konkreten Alltag aussieht: Wie lebt ihr? Was sind die speziellen Erfahrungen, die ihr macht? Vor kurzem haben wir angefangen, ein gemeinsames Tagebuch zu veröffentlichen, in dem verschiedenste Mitarbeiterinnen von Tamera wichtige Ereignisse und besondere persönliche und gemeinschaftliche Erfahrungen schildern. Jeden Samstag veröffentlichen wir eine weitere Folge auf unserem Blog: //terranovavoice.tamera.org – wir hoffen, die Einträge inspirieren euch!
Zum Schluss zum Studientext diesen Monats: Am vergangenen Dienstag, dem 27. Januar war der 70. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz durch die rote Armee. Auschwitz war der Schauplatz des wahrscheinlich schlimmsten Verbrechens in der Menschheitsgeschichte, bei dem binnen weniger Jahre 1,1 Millionen Menschen, 90% davon jüdischen Glaubens, zum Opfer fielen. Die Ereignisse von damals sind bis heute in Deutschland noch weitergehend unaufgearbeitet. Anlässlich dieses historischen Gedenktags haben wir uns entschieden, einen Aufsatz von Dieter Duhm aus dem Jahr 1981 als Studientext auszuwählen und zu empfehlen: „Gewaltfreiheit. Versuch einer Antwort“. Der Text bietet eine der radikalsten, provokantesten und tiefsten Ansätze zum Thema der Gewalt und ihrer Überwindung. Dieter Duhm wagt sich in Bereiche des Denkens und der Wahrnehmung vor, die außerhalb herkömmlicher Muster und Moral liegen. Und auch jenseits der inneren Grenzen, an die wir schnell kommen, wenn wir dem Entsetzlichen in der Welt begegnen. Wir schalten unbewusst ab, wenn wir hören oder sehen, wie Menschen und Tiere ermordet oder gefoltert werden. Binnen Hundertstelsekunden stellt sich das Bewusstsein taub. Ein Großteil des Grausamen, das die Erde heimsucht, wurzelt in einer irrationalen schicht außerhalb des reflektierten Bewusstseins und entzieht sich dadurch unserem bewussten Zugriff. Es wühlt im Untergrund immer weiter und führt zu immer weiteren Eruptionen der Grausamkeit, Generation für Generation, bis es erkannt und verstanden ist. Bis wir geistig, innerlich verstehen, wie Gewalt entsteht. Warum treten tausende junge Männer aus Europa freiwillig dem „Islamischen Staat“ bei? Woher kommt diese unheimliche Faszination? Um die Macht des IS verstehen zu können (und damit auch, wie man ihn stoppen könnte), müssen wir u.a. die seelische Ausweglosigkeit der westlichen Jugend kennen, in deren Inneren sich eine unbändige Wut staut – Wut gegen diese ganze verlogene Welt. Sie drückt sich aus in Drogensucht, psychosomatischen Krankheiten, in Selbstmorden – und manchmal eben im Krieg. Frieden verlangt den Aufbau von neuen Lebensstrukturen, die diesen gewaltigen Kräften eine sinnvolle humane Richtung geben können. Transformation ist die Neukanalisierung der Kräfte. Was würden sie tun, wenn sie eine wirkliche Antwort hätten für ihre unendliche Sehnsucht nach Eros, Liebe, Gemeinschaft, Abenteuer und eine sinnvolle Aufgabe in der Welt? Millionen junger Menschen würden mithelfen bei der Entstehung einer humanen Welt. Vor dieser Aufgabe stehen wir. Lasst uns die dafür nötigen Perspektive aufbauen!
Wir danken euch für eure Teilnahme und Mithilfe und euren Einsatz für den Frieden.

Im Namen der Jugend der Welt.
Im Namen der Liebe für alle Kreatur.
Im Namen der neuen planetarischen Gemeinschaft.
Martin Winiecki, Monika Berghoff, Nora Czajkowski, Rui Braga, Dara Silverman

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