VISION DER SEELE

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Für eine Zukunft ohne Krieg

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An die Freunde in aller Welt!
Wir alle kommen aus dem Licht und sind aus Licht gemacht. Im Lichtzentrum der Welt sehen wir die Zusammengehörigkeit aller Wesen. Der Weg der globalen Heilung könnte darin bestehen, uns – unsere Gedanken, unsere Leiber, unsere Wohnsysteme – wieder mit dem Licht zu verbinden.
Dafür müssen Lebensformen entwickelt werden, in denen tiefes Vertrauen entstehen kann. Das Licht geht durch den Kanal des Vertrauens. Vertrauen zwischen Menschen, Vertrauen zwischen den Geschlechtern, Vertrauen zwischen Mensch und Tier und allen Wesen der Natur, Vertrauen und Geborgenheit in der Welt. – Die Arbeit ist nicht leicht, denn wir alle kommen aus einer mehrtausendjährigen Geschichte von Krieg, Gewalt, Vertreibung.
Diese Geschichte liegt heute wie ein traumatischer Film über der Erde. Ein kollektiver Schatten von Angst und Unglauben liegt in der Seele der derzeitigen Menschheit. Um das Hologramm der Angst und Gewalt in ein Hologramm der Liebe zu verwandeln, arbeiten wir seit vielen Jahren an Lebensformen, in denen Vertrauen und Solidarität kollektiv erfahren werden können.
Die heute gängigen Zukunftsvisionen befassen sich mit materiellen Themen und übergehen die inneren. Das Marsprojekt, an dem ca. 4000 Wissenschaftler und Ingenieure arbeiten, zeugt von gigantischen technischen Visionen und Möglichkeiten. Aber was wäre, wenn es gelänge? Die Menschen würden ihren Liebeskummer, ihre Angst und ihre Kriegsgedanken auf den Mars exportieren. Die dort aufgebaute Zivilisation würde wahrscheinlich bald so schlimm aussehen wie die auf der Erde. Utopische Entwürfe dieser Art ignorieren den inneren Kern des Problems. Wir leiden nicht an zu wenig Technik, sondern an einem weltweiten Verlust von Vertrauen und seelischer Heimat. Die Menschheit hat ihren Anker verloren. Kaum ein Liebespaar kann die Freude bewahren, mit der es sich einmal begegnet ist. An zerstörter Liebe sterben täglich mehr Menschen als an Autounfällen. Vom Schicksal der Kinder ganz zu schweigen. Wo keine Liebe empfangen wird, entsteht Gewalt. Der weltweite Krieg resultiert aus den inneren Konfliktfeldern der Menschen. Das zentrale Krisengebiet unserer Zeit ist die Beziehung zwischen Menschen.

Wenn wir realistische Friedenspläne entwickeln wollen, müssen wir die Innensteuerung aller irdischen Vorgänge ins Auge fassen. Was außen geschieht, kommt aus einem Inneren. Das hat erhebliche Folgen für unsere eigene Innenarbeit: was wir im Äußeren heilen wollen, muß im (eigenen) Inneren geheilt werden. Die konkrete Utopie ist eine Utopie der Seele. Wenn wir das Seelenbild der Liebe in unseren Freunden und in uns selbst sehen können, dann nähern wir uns einer Vision für die ganze Menschheit. Wir sind getragen von einem neuen Energiestrom, welcher heute die globale Transformation vorbereitet. Die Umwälzungen der kommenden Zeit basieren auf einer Transformation des archetypischen Untergrundes in der kollektiven Seele der Menschheit. Die archetypischen Bilder von Angst und Gericht, von Dunkelmächten und strafenden Göttern, welche die Epoche der Gewalt in der Menschheit hinterlassen hat, wandeln sich in archetypische Bilder von Einheit, Versöhnung und Solidarität. Wir erkennen heute eine neu entstehende planetarische Gemeinschaft, die von diesen neuen Seelenbildern getragen ist. In diesem Zusammenhang grüße ich unsere Freunde in San José (Kolumbien) und Sao Paulo, in Lissabon und Leipzig, in Arawaka (New Mexiko, USA) und Tent of Nations (Westbank, Palästina), in Bethlehem, in Tibet, Dharamsala und Tilonia (Indien). Ich grüße dich, Vasu, und deine Gemeinschaft in Tilonia, wir senden dir Liebe und Gesundheit. Wir grüßen euch alle in dem Wissen, daß ihr oft unter weit schwereren Bedingungen arbeiten müßt als wir in Portugal. Ihr seid Geburtshelfer der neuen Erde und ein Teil der wachsenden Weltgemeinschaft. Möget ihr Kraft finden in diesem Bild unserer planetarischen Familie.

Im Zentrum seelischer Qualen steht oft das Thema Nummer Eins: Sex, Liebe, Partnerschaft. Vor allem hier müssen neue Seelenbilder gesehen, neue Ikonen geschaffen, neue genetische Informationen in den Menschenleib eingegeben werden. Es kann auf der Erde keinen Frieden geben, solange in der Liebe Krieg ist. Das alte Bild von Zweisamkeit und Ehe war zu eng, um den gewaltigen Anstürmen der erotischen Weltmacht gewachsen zu sein. Wir sehen heute die Umrisse einer neuen erotischen Kultur, in die mehr Freiheit und mehr Wahrheit hineinpaßt. Es geht nicht um eine ideologische Entscheidung zur Frage von Monogamie oder Polygamie, sondern es geht um Wahrheit und Vertrauen in der Liebe und um die Beendigung des latenten Geschlechterkampfes. Hier, vor allem hier werden die Weichen gestellt für ein neues Zusammenleben der Menschen – und auch für ein neues Zusammenleben des Menschen mit allen Mitgeschöpfen. Wissen wir, was in den Jahrtausenden männlicher Kriegsführung der menschlichen Seele, vor allem der weiblichen, angetan wurde? Der Kampf gegen Weib und Leib kannte keine Grenzen. Das Wort “Geilheit”, Ausdruck für sexuelle Leibeslust, hat heute den Rang einer schmutzigen Vokabel. Frauen, die ihre Lust offenbaren, müssen befürchten, dafür verachtet und denunziert zu werden. Hier hat die männliche Kulturgeschichte ihre Lügen tief ins Fleisch gemeißelt. Hier brauchen wir alle einen fundamentalen Wertewandel im Sinne einer neuen Wahrnehmung und Bejahung des Lebens. Eine gewaltfreie Zivilisation erwächst auch aus einem neuen Verhältnis der Geschlechter. Mann und Frau sind die beiden Hälften des Menschen. Wo sich diese Hälften in angstfreier Liebe wiederfinden, da hat die Seele ihr Glück und ihren Anker.

Wenn ich von “Seele” spreche, so meine ich nicht den Rückzug in eine weltfremde Innerlichkeit, sondern ich meine das Erwachen zur Realität unserer Existenz. Die Welt ist aus Seele gemacht. Jedes Tier, jede Pflanze, jedes Gewässer, jeder Berg ist beseelt und reagiert deshalb auf seelische Energien. Die Aufgabe globaler Friedensarbeit besteht unter anderem darin, die Seelenkräfte im Weltenstoff wahrzunehmen und in neue Richtungen zu lenken. Es ergeben sich daraus neue Perspektiven für unser Zusammenleben mit der Welt, unsere Besiedelung der Erde, unsere Wiedereinordnung in die große Familie des Lebens, unsere feinstofflichen Informationssysteme in Ökologie und Technologie. Das sind notwendige Forschungen für eine reale Zukunft ohne Krieg. Das geschieht zunächst einmal in kleineren Gemeinschaften, die den Mut haben, sich auf das seelische Abenteuer einzulassen. Sie sind die Horchposten für das Ausmaß der möglichen Veränderungen, Gründungsorte für eine neue Matrix des Lebens, Forschungsstätten für “Biosphäre 3”, Werkstätten des archetypischen Wandels. Jeder Haß kann sich in Liebe verwandeln, jede Angst kann sich in Kraft verwandeln, wenn das große Kaleidoskop gedreht wird. Das große Kaleidoskop: das ist das Lichtmuster, durch welches die Kraftbilder der Heiligen Matrix in unser Bewußtsein strömen.

Die heiligen Kräfte des Universums haben immer das menschliche Bewußtsein berührt. Aber sie wurden durch ein grausames Prisma gedrängt, wo sie gebeugt, verzerrt und ins Gegenteil verkehrt wurden. Die Menschen begannen, das zu verfolgen und zu vernichten, was sie einst geliebt hatten. Was unter dem “Bauchnabel” lag, die dunkle Welt von Krypten und Grüften, Höhlen und Geheimgängen. wurde in die Welt des Bösen verbannt und entsprechend verfolgt. Das obere Sexualchakra der Frau war ein Tabernakel alter Mysterienkulte, in diesem weiblichen Lebenszentrum wurde von der aufkommenden Männerkirche die Quelle des Bösen geortet. Auf diesem Wege der Verdrehung gelangte das heilige Dunkle, das eigentlich zum Leben gehört und eine Quelle der Heilung ist, in das kollektive Wahnsystem von Sünde, Scheiterhaufen und Hölle. Dort liegt es – tief verdrängt – bis heute. Es gehört zu den zentralen Unternehmungen der kommenden Zeit, diese alten Quellen aus den dunklen Kellergeschossen unserer Seele zu befreien, die Göttin aus den Grüften zu holen, das Verdrängte ans Licht zu heben und die darin enthaltenen Kräfte zu humanisieren. Ich glaube, daß dies ein Kernvorgang der anstehenden globalen Transformation ist. Solange das “Böse” unerkannt in uns selber wohnt, können wir die Erde nicht heilen. Solange unsere Seele heimlich noch durchzogen ist von den Schreckensbildern der alten Zeit, werden wir an keinen globalen Frieden glauben können. Je mehr wir diese Zusammenhänge durchschauen, desto mehr sind wir gefordert, eine neue Gesamtvision für eine humane Menschheit auf einer humanen Erde zu finden. – Es gibt diese Vision.

Durch die feinstofflichen Entdeckungen am Leib der Natur, in den Frequenzen des Wassers und den Rhythmen von Tieren werden wir langsam aber sicher hingewiesen auf die unbegreifliche Einheit aller Dinge in uns und über uns. Diese Lebensfamilie ist ja viel größer, als wir gedacht hatten. Gehören vielleicht auch die Sterne dazu, sind sie lebendige Organe in einem beseelten Universum? Sollten wir tatsächlich in einer galaktischen Kommunikation stehen, die uns in jedem Wassertropfen mitgeteilt wird? Können wir für fernes Sternenwirken auf unserer Erde, für seltsame Himmelserscheinungen, Kornkreise oder Ufo-Phänomene auf einmal ganz “un-esoterische” Wahrnehmungen und Informationen gewinnen? (Oder wollen wir weiterhin solche Themen den Top-Secret-Abteilungen militärischer Forschungsprojekte überlassen?). Können wir vielleicht hier auf Erden schon jene kosmische Existenz aufbauen, die wir bisher immer in den “Himmel” verschoben haben? – Ich bin überzeugt, daß es so kommen wird und daß es nicht mehr lange dauern wird. Die kosmische Existenz auf der Erde wird sehr sinnlich sein, die Transformation geschieht im Leib. Der Menschenleib ist ein Abbild des Erdenleibes. Im leiblichen Nammu-Zentrum der Frau könnte ein Licht aufgehen, das die schönsten Dinge beleuchtet, die wir alle aus Urzeiten kennen, aber vergessen haben.

Das Seelen-Panorama, das ich hier skizziert habe, braucht zu seiner Verwirklichung ein solides materielles Fundament: neue Wohnsysteme, dezentrale Versorgungssysteme für Wasser, Nahrung und Energie, Ökologie, Technologie, Ökonomie. Für das Wachstum der neuen Innenkräfte brauchen wir ein gutes materielles Gehäuse. Die wiedergewonnene innere Verbundenheit mit allen Mitgeschöpfen verlangt eine Wohnarchitektur, bei der eventuelle Wohnungen für Tiere mitbedacht sind. Vögel, Kröten, selbst Schlangen und Ratten können Mitarbeiter sein im weltweiten Friedenssyndikat. (Die Erfahrungen, die wir in diesem Bereich gemacht haben, übersteigen alle Vorstellungen.) Die neuen Lebensmodelle müssen konkret und materiell aufgebaut werden, das ist eine Voraussetzung für die gelingende Transformation. Die globale Verwirklichung verläuft über real entwickelte Modelle, denn die neuen Experimente werden zunächst in kleineren Gemeinschaften entwickelt und erprobt, bevor sie in die Welt entlassen werden können. Durch die konkrete materielle Arbeit gewinnen die Mitarbeiter die nötige Bodenständigkeit und Kraft, die sie zum Durchhalten befähigt, auch wenn vorübergehende Krisen und Zweifel ihre Freude überschatten. Wir sind alle Arbeiter im “Weinberg Gottes”, und manchmal gilt der Satz “Beginne mit der Hand, für das Herz sorgt Gott.”

Wir hören den Notruf der Erde – jeden Tag mehr. Könnten alle Wesen, die jetzt in unsäglicher Qual liegen, schreien, so wäre die Erde ein einziger Schrei. Aber wir sehen auch die andere Welt. Wir sehen eine Zukunft, wo kein Kind mehr verlassen wird von seinen Eltern, keine Frau mehr vergewaltigt wird, kein Tier mehr gequält wird, keine Mutter mehr um ihren getöteten Sohn weint und kein Sohn mehr in den Krieg zieht, weil es keinen Krieg mehr gibt. Wir sehen eine Welt ohne Angst und Krieg. Dies ist nicht länger nur ein Traum, denn wir haben das technologische, ökologische, soziale und spirituelle Wissen, um diese neue Welt zu bauen. Dafür gründen wir Orte, wo das erforderliche Wissen zusammen kommen kann. Einer dieser Orte ist Tamera in Portugal. Wir wollen Lebensmodelle entwickeln, die mit der universellen Ordnung des Lebens und mit der Heiligen Matrix des Universums übereinstimmen. Für die endgültige Beendigung des Krieges auf unserem Planeten! Wir freuen uns auf eine weltweite Freundschaft und Kooperation.
Im Namen der Liebe.
Im Namen der Kinder in aller Welt.
Im Namen der Wärme für alle Kreatur.

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Die Gedanken dieses Textes haben sich aus einer langen Forschungsarbeit mit Gemeinschaften und neuen Lebensmodellen entwickelt. Dabei entstand eine langjährige Zusammenarbeit und Liebe zwischen Dieter Duhm und Sabine Lichtenfels, Mitbegründerin des Projekts Tamera, Autorin verschiedener Bücher und Leiterin von GRACE-Pilgerschaften in Nahost (2005, 2007), Kolumbien (2008) und Europa (2009). Sie haben die Gedanken und Forschungsergebnisse ihrer Arbeit in verschiedenen Büchern aufgeschrieben. Einige davon:

Dieter Duhm: Der unerlöste Eros.
Dieter Duhm: Die Heilige Matrix.
Dieter Duhm: Zukunft ohne Krieg.

Sabine Lichtenfels: Weiche Macht.
Sabine Lichtenfels: Tempel der Liebe.
Sabine Lichtenfels: Grace. Pilgerschaft für eine Zukunft ohne Krieg.

 

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