GEDANKEN FÜR DIE HEILUNG VON MENSCH UND ERDE

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Aufruf zu einer planetarischen Initiative

25-abril-cravo

Die gegenwärtige Gesellschaft zerbricht an inneren Widersprüchen, die mit herkömmlichen Mitteln nicht mehr gelöst werden können. Der Mensch ist ein gesellschaftliches Wesen und unterliegt als solches den Gesetzen der Gesellschaft. Gleichzeitig aber ist er mit seiner leiblichen und seelischen Natur ein Mitglied der Biosphäre und unterliegt als solches den Gesetzen des organischen Lebens. Wenn diese beiden Gesetzestafeln zueinander im Widerspruch stehen, entstehen Krankheit, Kriminalität, Gewalt und Krieg. Heute erleben wir eine planetarische Zuspitzung dieses Widerspruchs. Wir erleben globale Epidemien von Krankheit, Gewalt und Krieg. Die Menschheit hat sich falsch organisiert. Sie hat eine Lebensform errichtet, die nicht mit den Gesetzen des Lebens übereinstimmt. Wir sind an eine apokalyptische Grenze gestoßen, jenseits derer kein Weiterleben möglich ist. Um die Sackgasse zu überwinden, brauchen wir keine Megastädte und keine billionenschweren Technologien für die Auswanderung zum Mars (obwohl hier in der Tat faszinierende Perspektiven liegen), sondern wir brauchen intelligente Konzepte für eine neue Besiedelung des Planeten Erde. Wir brauchen keine Reform, sondern wir brauchen eine neue Richtung der menschlichen Evolution. Das morphogenetische Kriegsfeld, auf dem die gegenwärtige Gesellschaft basiert, soll umgewandelt werden in ein morphogenetisches Feld des Friedens. Das ist die Aufgabe der globalen Transformation.

Der neue Weg verlangt die Wiedereinbettung des menschlichen Lebens in die Grundgesetze des Lebens und der Erde. Dazu gehören auch ethische, soziale, biotopische Gesetze. In allen Wesen wirkt dieselbe universelle Kraft, dieselbe Grundinformation des Lebens, alle sind in dieser Kraft miteinander verbunden. Jede Gewalt, die wir den Mitgeschöpfen zufügen, kommt langfristig als Krankheit oder Wahnsinn auf uns zurück. Die kommende Zivilisation ist frei von jeder Grausamkeit. Solange noch ein Mensch wegen seiner Religion mißhandelt, eine Frau vergewaltigt, ein Kind verlassen oder ein Tier gequält wird, ist diese Welt nicht in Ordnung.
Vor den Trümmern einer mehrtausendjährigen Kriegsgeschichte erkennen wir die Notwendigkeit einer neuen Grundlage für die menschliche Zivilisation. Ich denke, daß vor allem vier Bereiche für diese Grundlage maßgebend sein werden: Der Aufbau funktionierender Gemeinschaften auf einer neuen Grundlage von Wahrheit und Vertrauen; die Heilung des Wassers; die Heilung der Geschlechterliebe und die Wiedereinbettung des gesellschaftlichen Lebens in die übergeordneten Zusammenhänge von Natur und Schöpfung.

Der anstehende Paradigmenwechsel soll das bestehende System der Trennung überführen in ein System der Einheit, wo der Organismus des Menschen sich wiederverbinden kann mit dem Organismus der Welt. Die neue Gesellschaft entsteht aus der wiedergefundenen Einheit. Sie lebt im Kontakt mit allen Mitgeschöpfen. Alle Wesen sind Aspekte des Einen Seins und des Einen Bewußtseins, sie alle sind Organe der Einen Weltenseele. Diese Einheit aller Wesen ist die Grundlage für jenes Phänomen, welches die Wissenschaft heute als “morphogenetische Feldbildung” bezeichnet. Wenn in die Einheit (das Holon) des Lebens eine neue Information eingegeben wird, dann wirkt sie überall – etwa so, wie das in einen menschlichen Körper eingegebene Medikament in allen seinen Organen wirkt. Wenn es gelingt, eine Information einzugeben, welche tatsächlich Frieden erzeugt, dann verbreitet sich dieser Friedensimpuls im globalen Organismus von Mensch und Erde, es entsteht ein neues morphogenetisches Feld. Es handelt sich dabei allerdings nicht nur um eine einzige Information, sondern um ein ganzes Informationspaket. Alle wesentlichen Bereiche unserer menschlichen Existenz sind darin eingeschlossen: die Geschlechterliebe, das Aufwachsen der Kinder, die Heilung des Wassers, der Umgang mit Tieren, die Produktion und Verteilung der Güter etc.. Dies zusammen bildet dieGesamtinformation, das “morphogenetische Paket”, welches in die Einheit des Lebendigen eingegeben werden muß, damit eine fundierte humane Zivilisation entstehen kann.

Um die genannte Aufgabe erfüllen zu können, brauchen wir neue Gemeinschaften, die sogenannten “Heilungsbiotope”, in denen eine Verwirklichung der morphogenetischen Gesamtinformation versucht wird. In diesen Gemeinschaften wird es unter anderem darauf ankommen, das Verhältnis der Geschlechter neu zu gestalten, damit das Mißtrauen und der heimliche Krieg, der heute den meisten Geschlechterbeziehungen innewohnt, aufgelöst werden können. Es handelt sich hierbei nicht um die therapeutische Klärung privater Beziehungen, sondern um die Auflösung jenes kollektiven Traumas, welches durch die lange Kriegsgeschichte in unseren seelischen Organismus eingeprägt wurde. Es ist vor allem ein kollektives Trauma in der Liebe. Heilung der Erde bedeutet eine fundamentale Heilung der Liebe. Es kann in der Welt keinen Frieden geben, solange in der Liebe Krieg ist. Es kann im Äußeren nur so viel Friede entstehen, wie wir in uns selbst verwirklicht haben.

Der Systemwechsel, den wir im Äußeren vollziehen, ist verbunden mit einem Systemwechsel im Inneren. Die globale Revolution oder Transformation, in der wir uns gegenwärtig befinden, beginnt an der Basis mit dem Aufbau funktionierender Gemeinschaften, die in der Lage sind, diesen Systemwechsel zu erkennen und zu verwirklichen. Die neue planetarische Gemeinschaft könnte aus einem Netzwerk solcher “transformatorischer Gemeinschaften” hervorgehen.

Wir sind uns natürlich im Klaren, um welche ungewöhnliche Aufgabe es sich hier handelt und wieviele Mißverständnisse hier zu überwinden sind. Friedensarbeiter, die heute nicht in Gemeinschaften leben, können sich zusammentun und regionale oder urbane Zentren aufbauen und auf diese Weise den globalen Prozeß unterstützen. Es geht nicht um eine neue Ideologie oder Religion, sondern es geht um ein realistisches, wissenschaftlich begründetes Konzept für die Heilung von Mensch und Erde. Es geht um die Erzeugung eines strukturellen Friedens, der nicht
nur in unseren Proklamationen und Wünschen, sondern auch in unseren Herzen und Leibern verankert ist. Wir haben die Möglichkeit, eine solche Welt zu erschaffen, denn sie ist in der Schöpfungsordnung (“Heilige Matrix”) und in unserer eigenen Kerngestalt angelegt.

Das Ziel einer freien Menschheit auf einer freien Erde läßt sich erreichen, wenn sich entschlossene Menschen – an der Basis wie an der Spitze der Gesellschaft – zu einer globalen Kooperative zusammenschließen, um den Plan der globalen Heilungsbiotope zu verwirklichen. Wem dieses Ziel zu utopisch erscheint, möge daran denken, daß wir in einem digitalen Zeitalter leben, wo Dinge getan werden, die vor 30 Jahren noch weit utopischer erschienen. Eine Menschheit, die in der Lage ist, Kriege durch Drohnen zu führen, wird auch in der Lage sein, eine neue Ordnung des Zusammenlebens zu entwickeln, sobald sich die ersten Gruppen auf diese
Aufgabe konzentrieren.

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