GEBET AN DER SCHWELLE

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Hoher Geist, wir stehen mit allen Geschöpfen unseres Planeten an einem Wendepunkt. 

Es war genug der Schrecken, dieser Schmerz muß jetzt nicht mehr sein. Führe mich Schritt für Schritt und Wort für Wort hinein in das Bild der kommenden Auferstehung und Offenbarung. Und damit ich immer fester daran glauben kann, offenbare es bitte an mir selbst, an meinem eigenen Leib und meiner eigenen Neugeburt. Ich bitte dich mit aller Kraft jenes Eigennutzes, dessen jedes lebende Wesen bedarf, offenbare die wandelnde Kraft dieser weltweiten Transformation in unserem eigenen Leben. Wir alle sind abgerutscht, sind in unserer karmischen Reise durch ein fürchterliches weltweites Trauma gegangen, sind gefoltert, beschädigt und verletzt worden; wir alle haben zu zweifeln begonnen und haben uns irgendwann gegen Deine Botschaft aufgelehnt, haben vielleicht sogar diejenigen verfolgt, die Dir treu bleiben wollten. Wir alle sind an einen Punkt gekommen, der so schlimm war, daß wir nur noch nach Hilfe schrien. Und allmählich haben wir erkannt, wie wir die Ängste und Qualen, vor denen wir uns für immer schützen wollten, gerade durch unsere Schutzversuche an andere weitergaben. Erst jetzt beginnen wir, in vollem Umfang den Teufelskreis zu durchschauen, in den uns die unsägliche Qual dieser Erdenwelt hineingezogen hat. Wir beginnen zu durchschauen, daß wir selbst es waren, wir Menschen, welche diesen kollektiven Schmerz erzeugt haben. Und wir erkennen, daß wir es sind, wir Menschen, die jetzt die Aufgabe und die Möglichkeit haben, den Schmerz zu beenden. Tatsächlich sind wir an einer Schwelle gelandet, von der aus wir ganz gewiß eine andere Zukunft sehen können. Eine Erde, die befreit ist vom Alptraum eines mehrtausendjährigen globalen Krieges. Hier, o Herr, überwältigt von dem, was mein geistiges Auge gesehen hat, möchte ich auf die Knie sinken. Hier ist ein alter Ring beendet. Wir haben überlebt. Jetzt möchten wir uns neu erheben – und von neuem im Bund mit Dir! Wir hatten Dich lange nicht mehr verstanden, und Du hattest Dich lange nicht mehr offenbart, jedenfalls nicht in einer uns verständlichen Weise.

Jetzt aber beginnen wir Dich neu zu sehen, und von neuem können wir jetzt die Jesus-Worte sprechen: “Dein Reich komme, Dein Wille geschehe im Himmel wie auf Erden, ….denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit, in Ewigkeit.”

Danke und Amen.

 

Auszug aus dem Buch:

Der immanente Gott. Fundamente der Befreiung
Verlag Meiga, 2016. Hardcover, 156 S., ISBN 978-3-927266-55-1
http://verlag-meiga.org/de/shop/der-immanente-gott-fundamente-der-befreiung/

One thought on “GEBET AN DER SCHWELLE

  1. Danke, lieber Dieter Duhm, für Dein Gebet und Deine Worte und dass es Dich gibt. Hier ist auch ein kleines Gedicht für Dich und für alle:

    In dieser Zeit, ob Tag, ob Nacht, seh’ ich viel Tränen, viele Kriege,
    all das ist ein Teil von mir, und ich seh’, all das ist Liebe.
    Wenn’s nun auch nochmal duster scheint, sing’ ich unser stilles Lied
    vom Herz, das in der Mitte wohnt, ohne dass es kein Leben gibt.
    “Ich liebe Dich”, singe ich, “rot und schwarz und weiß und gelb,
    ich liebe Dich”, singe ich, “herzlich willkommen neue Welt.”
    So pflanz ich da und hier ein Baum, ein Lichtchen, uns’re Träume,
    Frieden und Freiheit leben in uns drin und jenseits aller Zäune.

    In these times, whether day if night, I see wars and many tears,
    and I see that all is love and all that is a part of me.
    So I do what our great mother told me and sing our quiet song,
    the song from the heart that lives within, where all live comes from.
    “I love you”, I sing with every bee, “black, white, yellow and red,
    I love you”, I sing with every tree, “red, white, yellow and black.”
    And so I plant there and here a little light, a lily and live our melody.
    Inside of us and beyond all fences still lives freedom and peace.

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