Gemeinschaft – Baustein einer humanen Gesellschaft

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Gemeinschaften sind diejenigen Lebensformen, die uns zur Erfahrung der Einheit führen.

Die moderne Naturwissenschaft hat schon längst alle Grenzen überschritten und im allerkleinsten Nanobereich wie auch im allergrößten All eine Welt entdeckt, die unsere Denkgewohnheiten auf den Kopf stellt. Es ist eine unsichtbare Welt aus Energie, Schwingung und Information, die allem zugrunde liegt und alles mit allem verbindet. Die Quantenphysiker haben versucht, sie zu beschreiben. Es ist eine Welt der Einheit, mit der wir Menschen aufs intimste verbunden sind.
Doch im alltäglichen Leben denkt, entscheidet und handelt der Mensch so, als wäre er von allem getrennt, als hätte das, was er anderen antut, keine Auswirkungen auf das Ganze, also auch nicht auf ihn selbst. Er denkt nicht in den Kategorien der Einheit, weil sie noch keine erlebte Wirklichkeit sind.
Gemeinschaften sind diejenigen Lebensformen, die uns zur Erfahrung der Einheit führen. Es gab eine Zeit auf der Erde, da lebte der Mensch in Stämmen. Alle indigenen Völker kannten die Verbundenheit mit allem Lebendigen. Sie wussten, dass der Planet eine Einheit darstellt. Was an einer Stelle geschieht, geht alle an. Sie waren Hüter der Erde.
Heute müssen wir den Stamm oder die Gemeinschaft neu erfinden. Eine Gruppe von Menschen bildet dann eine Gemeinschaft, wenn sie ein gemeinsames Ziel haben und die Beziehungen untereinander auf Vertrauen basieren. Vertrauen unter Menschen, vor allem zwischen Mann und Frau, Vertrauen in die Natur, Vertrauen in die Schöpfung. Im Milieu des Vertrauens können wir einander wieder wahrheitsgemäß mitteilen, was uns am anderen gefällt und was nicht. Asoziales Verhalten wird sofort korrigiert, denn das soziale Umfeld besteht nicht aus Institutionen und Gesetzeshütern, sondern aus Freundinnen und Freunden. In einer Gemeinschaft können wir die Macht wieder zurückholen, die wir bisher an die anonyme Gesellschaft abgegeben haben. Wir können unsere Belange wieder in die eigene Hand nehmen, eine materielle Lebensgrundlage aufbauen, die mit der Natur und ihren Wesen kooperiert. Gemeinschaft schließt alle Wesen mit ein, auch das Wasser. Geburt, Krankheit und Tod sind Teil des Lebens, also auch Teil der Gemeinschaft. Wo der Mensch wieder echte Geborgenheit und Heimat erfährt, erlöschen die inneren Steuerimpulse für Wut, Hass und Gewalt.
Gemeinschaft ist ein Ganzes, das umso besser funktioniert, je besser die einzelnen Teile miteinander kooperieren und dem Ganzen dienen. Es ist eine tiefe menschliche Sehnsucht, wieder einem Ganzen anzugehören. In einer Vertrauensgemeinschaft entfalten die Einzelnen ihre ganz speziellen Gaben zum Wohle aller. Gemeinschaften sind der menschliche Nährboden für eine humane Gesellschaft. Eine zukünftige Kultur des Friedens geht aus einem Netzwerk autarker, dezentraler Gemeinschaften hervor.

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