Global Grace Day, 9. November 2016

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Wie jedes Jahr feiern wir am 9. November 2016 wieder den Global Grace Day.

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 Meditation an der Trennungsmauer in Israel-Palästina: Erster „Global Grace Day“ am 9. November 2005

 

 

 

 

 
Wie jedes Jahr feiern wir am 9. November 2016 wieder den Global Grace Day. Das ist ein Tag der Entscheidung für eine lebenswerte Zukunft. Das Datum ist eine Erinnerung an den 9. November 1938, als Hitler-Deutschland in der sogenannten „Reichskristallnacht“ den ersten Großangriff auf das deutsche Judentum startete. Es ist aber auch eine Erinnerung an den 9. November 1989, als sich die deutsche Mauer öffnete. Die Mauer, die hier im Äußeren überwunden wurde, muß jetzt auch im Inneren der Menschen überwunden werden, um einen Ausweg zu finden aus dem namenlosen Leid, das sich heute die Menschen einander zufügen. Daß Menschen aufeinander schießen und sich absichtlich töten, gehört nicht zum Bauplan einer humanen Welt. Unser Ziel ist eine Menschenwelt ohne Krieg, ohne Waffen und ohne Angst.

Als Erstes ein großer Dank an alle, die in dieser verirrten Welt helfend unterwegs sind, ein Dank an alle Friedensarbeiter, alle Gemeinschaften und Organisationen, die ihren Einsatz bringen für die vielen, die heute auf der Flucht sind, die in Lagern ausharren müssen ohne Schutz vor Hunger und Kälte, die in Kriegsgebieten eingeschlossen sind (Mossul, Aleppo) ohne Aussicht auf öffentliche Hilfe, die in überfüllten Schlauchbooten übers Mittelmeer fahren und um ihre verlorenen Angehörigen trauern. Es ist ein Leiden ohne Ende, auf allen Kontinenten. Viele Helfer reisen von Ort zu Ort, um eine Not zu lindern, die kaum noch zu lindern ist. Wenn wir für die Welt eine nachhaltige, dauerhafte Hilfe aufbauen wollen, brauchen wir eine andere Lösung. Welche?

Wir brauchen eine neue Grundlage für das Zusammenleben der Menschen. Das Krisengebiet unserer Zeit ist die Beziehung zwischen Menschen. Das morphogenetische Kriegsfeld, welches heute unseren Planeten beherrscht, muß ersetzt werden durch ein neues morphogenetisches Feld des Friedens. Die Lösung liegt im Aufbau neuer Lebensfelder, welche von der bestehenden Kriegswelt nicht integriert werden können, weil sie in einem weit mächtigeren Lebensfeld, im Feld der „Heiligen Matrix“, verankert sind. Dieses Feld entsteht durch den Aufbau neuer Gemeinschaften, welche die Grundwerte des Lebens: Solidarität, Anteilnahme, Liebe und gegenseitige Unterstützung verwirklichen. Dazu gehört auch die Befreiung der Sexualität und der Geschlechterliebe von allen falschen Einengungen und Vorurteilen, der Verzicht auf Lüge und die endgültige Beendigung jeder sexuellen Gewalt.

„Sexpeace“ ist ein Schlüssel für die Heilung. Wenn hier, auf dem Grunde der Geschlechter, Wahrheit, Vertrauen und Liebe einzieht, dann verwandelt sich der ganze gesellschaftliche Überbau. Es entsteht eine andere Beziehung zum Leben (re-ligio), ein neues Verhältnis zu Tieren und zu aller Kreatur. Wir erleben es täglich in Tamera. Es gibt eine Kraft, die höher ist als alle Gewalt. Das ist die Kraft von Gemeinschaften, die sich in totalem Vertrauen auf ein gemeinsames Ziel künftigen Lebens ausrichten und dabei mit den inneren Gesetzen der universellen Ethik verbunden sind. Sie sind nicht mehr korrumpierbar und nicht mehr beherrschbar. Die Macht, die stärker ist als alle Gewalt, ist das tiefe menschliche Vertrauen. Wo Vertrauen herrscht, helfen auch die höheren Mächte.

In diesem Sinne arbeiten wir an dem Projekt der globalen Heilungsbiotope. Alle Friedensgruppen sind herzlich eingeladen, sich diesem Netzwerk anzuschließen. Im Namen der Liebe für alle Kreatur.

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