HITLER UND WIR

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Vor einigen Tagen, am 20. April, war Adolf Hitlers Geburtstag.

Vor einigen Tagen, am 20. April, war Hitlers Geburtstag. Heute vor 128 Jahren kam der kleine Adolf in dem österreichischen Städtchen Braunau auf die Welt.
Wie jetzt unsere neuen Babies in der Gemeinschaft von Tamera, Leon und Arik. Was für schöne Kinder!

Wie konnte aus so einem Kind einer der schlimmsten Massenmörder der Geschichte werden? Sein Vater hieß Alois, er war gewalttätig. Seine Mutter hieß Klara. Die hielt zu ihrem kleinen Sohn Adolf, wenn der Vater ihn wieder verprügeln wollte. Aber der Vater war stärker, er setzte sich durch. Der kleine Adolf entwickelte eine tiefe, treue, fast abgöttische Liebe zu seiner Mutter. Aber er sah, daß der Vater stärker war. Und als die Mutter starb, beschloß der junge Adolf nach schwerer Lebenskrise (ca. 20 Jahre alt), stärker zu werden als sein Vater, mächtiger, gewalttätiger, gnadenloser. Er brauchte noch einige Jahre, bis er (1933) diesen Entschluß in die Tat umsetzte, die gräßlichste, fürchterlichste Tat, die von einem Menschen begangen werden konnte. Sechzig Millionen Menschen fanden einen grauenhaften Tod.
Bitte keine Tränen, sondern Erkenntnis der Zusammenhänge!.

Es geht jetzt nicht um Hitler, es geht auch nicht darum, den Faschismus zu verfluchen, das wurde oft genug getan und oft genug von den Falschen. Es geht darum, den Faschismus innerlich zu verstehen und eine Welt aufzubauen, in der er nie, nie, nie mehr wiederkehren kann. Der Faschismus ist kein politisches System, sondern ein tiefenpsychologisches. Er sitzt im Herzen einer Gesellschaft, die sich lebensfeindlichen Mächten unterworfen hat und deshalb nicht in der Lage ist, ihre Kinder in Liebe, Vertrauen und Liebe aufwachsen zu lassen. Gäbe es nicht diese Gesellschaft, so hätte es nie einen Hitler gegeben, nie ein Volk, das ihm zugejubelt hat, nie den zweiten Weltkrieg. Hören wir auf mit dem Gejammer über den alltäglichen Terror, über den “Islamischen Staat” und andere Ausgeburten einer verkehrten Gesellschaft. Der Terror liegt im System. Ich war 14 Jahre alt, als ich seelisch mit den Konzentrationslagern und den Gräueltaten der deutschen Wehrmacht konfrontiert wurde. Von da an hat sich mein Leben verändert. Wir Menschen haben das Mandat, diesen Wahnsinn für immer zu beenden. Auch den Wahnsinn in uns selbst.

In der gegenwärtigen Welt erheben sich aufs Neue die Mächte der Vergangenheit. Die nationalistischen Parteien in Deutschland Frankreich, Holland etc., Orbán in Ungarn, Erdogan in der Türkei, Putin in Russland, Trump in den USA, Netanyahu in Israel etc.: Alles nach dem alten Muster. Hier genügen längst keine Reformen und Proteste mehr, so mutig und ehrenhaft sie seien. Was wir brauchen, ist eine grundsätzliche Erneuerung unserer menschlichen und gesellschaftlichen Grundlagen. Und diese Erneuerung beginnt mit konkreten Modellen, in denen die Vision einer befreiten und geheilten Welt sichtbar wird. In Kolumbien sagte eine Frau, die 30 Jahre bei der Guerilla (FARC) gedient hat: “Wenn wir wirklich wollen, daß die ganze Sauerei aufhört, müssen wir globale Modelle entwickeln. Wir sind globale Menschen und müssen eine globale Antwort geben.”

Die neue Welt beginnt mit einem neuen Aufwachsen der Kinder. In der Liebe zu Kindern (wie auch in der Liebe zu spielenden Tieren und aller lebendigen Unschuld) erfahren wir das heile, heitere, fröhliche Leben. Damit Kinder in solcher Freiheit aufwachsen können, brauchen sie die Liebe der Eltern. Die Liebe, nicht nur die Pflicht. Denn die Gewalt auf der Erde kommt aus unerfüllter oder betrogener Liebe. Damit sich das Kind auf seine Eltern verlassen kann, damit die elterliche Liebe nicht an inneren Konflikten wie Eifersucht, Misstrauen oder Trennungsangst zerbricht, brauchen die Eltern eine Einbettung in das höhere Lebenssystem einer stabilen Gemeinschaft – und damit eine Gemeinschaft groß und stabil werden kann, braucht sie selbst die Einbettung in die höhere (göttliche) Ordnung des Lebens. Daran führt kein Weg vorbei. Das sind Urzusammenhänge unserer menschlichen Existenz, sie gelten in allen Kontinenten und Kulturen. Um dies zu verstehen, brauchen wir keine Religion und keinen Gott, denn das Göttliche bewirkt ja diese Lebenszusammenhänge und wirkt in ihnen so lange, wie wir Menschen sie schützen und pflegen.

Die Grundlage einer neuen humanen Kultur ist jenes höhere Weltmuster, welches wir in Tamera die “Heilige Matrix” nennen. Ein Grundmuster des Lebens, eingeschrieben in das entelechiale Programm unserer Zellkerne und in das Zusammenleben der ganzen Menschheit. Alle Wesen sind an dieses Programm angeschlossen, denn alles Leben auf der Erde bildet eine Einheit, einen einzigen Organismus. Damit ein Organismus frei und gesund leben kann, dürfen sich die Organe nicht gegenseitig bekämpfen. Wir Menschen sind solche Organe. Die Aufgabe, die heute angesichts der faschistischen Gefahr zu lösen ist, besteht darin, menschliche und gesellschaftliche Strukturen aufzubauen, in denen sich die Menschen auch innerlich nicht mehr bekämpfen, weil sie gemeinsam angeschlossen sind an eine höhere Kraft, in der es definitiv keinen Kampf, keine Angst und keine Gewalt gibt. Das sind Systeme des totalen Vertrauens. Nicht alle können sich gleich in Gemeinschaften zusammentun, aber alle können dem Gesetz einer unverlogenen Ethik folgen und den Friedensgedanken unterstützen. Aufzubauen sind – auf dem Land wie in der Stadt – Modelle für eine solche Lebensform, Weltzukunftsplätze für ein tatsächlich freies, angstfreies, gewaltfreies Zusammenleben der Menschen untereinander und mit allen Mitgeschöpfen. Wir nennen sie die “Heilungsbiotope”.
Venceremos.

2 thoughts on “HITLER UND WIR

  1. Daniel Ganser of the Swiss Institute für Peace & Energie Research http://www.siper.ch is coming to Thun to talk. Dr. Ganser is author of Illegale Krieg: Wie die NATO Länder die UNO sabotiere, Eine Chronik von Kuba bis Syria.

    Ein Tischmesse mit Alternativ Gedankengut wurde die Publikum auch begegnen. Integral Politik Bern und Zeitpunkt sind zwei von dieser Alternative Standpunkt. Es wäre natürlich toll wenn Jemandem von GEN, Ihre Ansichten über Fascism vertreten werden.

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